In diesem Jahr wurde bei Ausgrabungen im Bereich um den Eckturm eine deutliche Anhäufung von Keramiken gefunden. Hier wurde viel Abfall aus dem Gutsgelände entsorgt. Es wurden u.a. drei Keramikscherben von elbgermanischer Herkunft aus dem 3. Jh. n. Chr. entdeckt, d.h. die Anlage wurde kurze Zeit nach dem Verlassen von Alamannen genutzt. Dabei handelt es sich sicherlich nicht um eine dauerhafte Besiedlung, sondern nur um ein kurzes Verweilen. Aus dem 4./5. Jahrhundert gibt es so gut wie keine Funde. Erst im 6. - 8. Jahrhundert wurde vermehrt Keramik gefunden. Die Reste von alamannischen Holzbauten nördlich des Haupthauses stammen auch aus dieser Zeit.

Vom Eckturm ausgehend, wurde die Mauer ein Stück weiter frei gelegt. Wie auf dem Foto zu erkennen, ist dieses Teil am Stück umgefallen. So sind die einzelnen Steinreihen erhalten geblieben. Ihre Anzahl beträgt bis zu 16 Reihen, daraus kann die Höhe der Mauer von ca. 2,20 abgeleitet werden.

 

2008 umgesturzte Mauer an der Eiche AA2014 copy

 

 

Das Gebäude L liegt unmittelbar oberhalb des Eckturmes, nur wenige Meter entfernt. Von der Mauer ist nur die unterste Schicht, die sog. Rollierung erhalten. Das deutet daraufhin, dass es im Zusammenhang mit dem Bau des Eckturmes abgetragen wurde.

 

2008 Haus L

 

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