Diese Grabungsjahre werden in diesem Beitrag zusammengefasst, da die Grabungsflächen zusammen hängen. Im Anschluss an den Bereich 7) des Gesamtplanes wurde zunächst ostwärts weitergegraben. Dann wurde von der nach ca. 20 m aufgefundenen Mauerecke der Verlauf nordwärts weiter verfolgt. Neben der eigentlichen Mauer wurde ein großer Bereich östlich freigelegt. In diesem wurde der bemerkenswerte Versturz dieser Mauer aufgedeckt.

Die Befunde zeigten, dass es sich hierbei nicht um Gebäudemauern handelt. Diese Binnenmauern haben das Gelände strukturiert, aber ein Nutzungszweck konnte daraus nicht abgeleitet werden. In diesem Bereich gefundene Pfostengruben deuten auf eine vorrömische Nutzung hin. Etliches, seltenes vorrömisches Fundmaterial weist ebenfalls auf eine zeitliche Vorbesiedlung hin.

 

2010 - 2011: Fläche 11) vom Gesamtplan

Blick auf die ersten Grabungsfelder: von den Mauern ist

nur die unterste Schicht, die sog. Rollierung, übrig.

2010 Fl3875dPl1 001

 Blick Richtung Osten: im hinteren Bereich ist die Quermauer zu erkennen

2011 M589Gesamt2 Kopie

  Quermauer nordwärts: diese wird in den folgenden Perioden weiter verfolgt

2010 2 Fl3776bPl1 001

Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2010, Konrad Theiss Verlag, 2011, S. 191 - 190 

Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2011, Konrad Theiss Verlag, 2012, S. 207 - 209

 

2012 - 2014: Fläche 13) vom Gesamtplan

Ausgehend vom Bereich der Grabung 2010 - 2011 wurde die nordwärts verlaufende Mauer weiter verfolgt. Der Bereich östlich wurde deutlich erweitert, da hier der Versturz der Mauer lag.

Das folgende Foto zeigt den Bereich der Nord-Süd-Mauer nachFreilegung der Ebene 1 (Planum 1). Die Mauerkante ist gut erkennbar, der Versturz konzentriert sich links davon.

2011 M574 003

 

Das nächste Foto zeigt das Planum 2. Jetzt ist die Mauer deutlich zu erkennen. Die Mauer ist erkennbar verkippt. Dies könnte die Ursache des Umfallens der Mauer sein. Da dies offensichtlich nicht durch ein allmähligen Einsturz erfolgte, blieben die Steinreihen im Verbund erhalten. Der Abschluss der Mauer wird durch die Ziegelreste bestimmt. Anhand der Anzahl der Reihen konnte erstmals die Höhe einer römischen Binnenmauer in unserem Gebiet bestimmt werden. Die Höhe war ca. 2,30 m.

 2012 UbersichtvN3

 

Der weitere Verlauf der Mauer konnte nur bis zur Waldecke verfolgt werden. So wurde der Bereich entlang des Wasserlaufs (links der Mauer) untersucht. Dies wurde bis zur nördlichen Umfassungsmauer vorgenommen. Hier fanden sich vor allem unterschiedliche Bodenschichten, die das Rinnsal im Laufe der Zeit verursacht hat.

2013 DSCF3002 

Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2012, Konrad Theiss Verlag, 2012, S. 207 - 209 

Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2013, Konrad Theiss Verlag, 2014, S. 175

Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2014, Konrad Theiss Verlag, 2015, S. 222 - 225

 

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