Grabungstechnik

In diesem Beitrag werden die hier angewandten Grabungsmethoden kurz dargestellt. 

Klassische Ausgrabung

Das bedeutet letztlich die komplette Zerstörung des archäologischen Befundes. Ein aussagekräftiges Beispiel hierfür finden Sie weiter unten (Beispiel Eckturm). Dieses Verfahren wurde bis 2014 bei der Dauergrabung angewendet.

Prospektion

Somit wird der verbleibende Befund der Nachwelt als Bodendenkmal erhalten. Grundsätzlich wird daher nur noch die Prospektion angewendet. Hier in der Anlage wurde diese Vorgehensweise beim Gebäude M gewählt und seit 2015 bei der Dauergrabung.

Neue Verfahren

Diese Verfahren werden in der Anlage zunehmend eingesetzt. So wurde 2017 das Gelände unterhalb des Haupthauses mit einer geophysikalischen Methode untersucht. Hierbei erhärtete sich die Vermutung, dass dort möglicherweise die letzte jüngste Südmauer verlief.

Klassische Methode der Ausgrabung: am Beispiel des Eckturmes

Planum 0 : aktuelle Bodenoberfläche

Planum 1 : Abtrag der Bodenoberfläche, erste erkennbare Ebene

Planum 2 : Abtrag Planum 1, nächste erkennbare Ebene

Planum 3 : Abtrag Planum 2, nächste erkennbare Ebene 

usw. bis Planum x : Abtrag des vorherigen Planum, bis die ungestörte vorrömische Ebene erreicht ist.

Dies soll anhand der Fotos der einzelnen Ebenen beispielhaft dargestellt werden, die den Innenraumdes Nordwest-Turms zeigen.

Planum 1: nach Abtrag Humus   

2006 Eckturm Planum1 IMG 2214

Planum 1/2: nächste Ebene durch Ziegelschicht erkennbar 2006 Eckturm Planum1 Abbau IMG 2223

 Planum 2: Ziegelschicht komplett freigelegt

2006 IMG 2283Planum 3: Ziegelschicht abgetragen, römische Oberfläche (Laufhorizont)

2006 IMG 2421

 

Planum 4 : ungestörte, vorrömische Bodenschicht

2006 IMG 2459

 

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